Umweltaktivität - Besuch der Rheingütestation Worms

am 06.04.2017

 

Mit mehreren Interessierten unseres Clubs hatten wir die Gelegenheit, eine Führung durch die Rheingütemessstation zu bekommen.

Der Leiter der Station Dr. Diehl gab uns zuerst einen Überblick über das Wassereinzugsgebiet des Rheines.

Interessante Fakten waren, dass täglich 11.000 Schiffe 300.000 Tonnen Güter auf ihm transportieren, davon sind 20% Gefahrengüter. 50% der Chemieindustrie von Europa liegt direkt am Rhein.

Alles wichtige Gründe für die Errichtung einer Rheingütemessstation. Der ausschlaggebende Anlass war jedoch die Chemiekatastrophe Sandoz, diese löschte den gesamten Aalbestand auf einer Strecke von mehr als 400 Kilometern aus und tötete zahlreiche andere Fische und Lebewesen.

Die Messstation, die das Wasser des Rheines ständig im Blick hat, wurde 1995 in Betrieb genommen. Sie ist in der Lage, selbst geringe Mengen an Schadstoffen aufzuspüren.

Würde man z.B. in Ludwigshafen über eine Zeit von 24 Stunden zwei 10-Liter-Eimer mit Schadstoff langsam einleiten, so würde die Station Alarm schlagen.

 

Bei der Führung durch die Labors konnten wir sehen, dass das Wasser von den vier Entnahmestellen im Rhein sofort in die Labors gepumpt wird.

Der Leiter der Station erklärte uns die „Sofortmessmethode“ mittels Wasserflöhe, deren Bewegung von einem Computer beobachtet wird. Bei ungewöhnlichem Verhalten der Flöhe wird Alarm ausgelöst.

 

 

 

Der zweite Bereich, so Diehl, ist die chemische Analyse des Wassers. Sie gibt Auskunft über Art und Menge des Schadstoffes.

   

Zum Schluss konnten wir das Labor besichtigen, in dem die Aufzucht der Wasserflöhe erfolgte.

 Bericht und Fotos: Umweltbeauftragter  Oliver Frey, CNL

 

 

 

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